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Versuchsbeschreibungen

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Dokument Nr. 1
Versuchsbeschreibung: Die Kaninchen werden einzeln in Käfigen gehalten. 25 verschiedene Fluor-haltige chemische Substanzen werden den Kaninchen in die Augen gespritzt. Zum Teil wird zusätzlich Luft in die Augen injiziert. Es ist unklar, ob bei jedem Kaninchen beide Augen verwendet werden. In den folgenden zwei Wochen werden die Augen der Tiere regelmäßig inspiziert. Der Augeninnendruck wird gemessen. Bei einigen Kaninchen bildet sich ein grauer Star, bei anderen entstehen Blasen. Bei drei Kaninchen platzt das Auge nach 16 bzw. 24 Stunden. Das weitere Schicksal der Kaninchen wird nicht beschrieben.
Die Arbeit wurde durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft unterstützt. Eine Autorin erhielt ein Stipendium des Katholischen Akademischen Austauschdienstes.

Titel: Pneumatic retinopexy by evaporation of fluorocarbon liquids: in vitro and in vivo results (Pneumatische Befestigung der Augennetzhaut durch Verdampfung von Fluorokarbonflüssigkeit: In-vitro- und In-vivo-Ergebnisse) Bereich: Augenheilkunde Hintergrund: Vergleich verschiedener Substanzen, die den Augeninnendruck erhöhen und die eine abgelöste Netzhaut wieder anheften sollen. Tiere: 48 Kaninchen (mindestens 48 Chinchilla-Mischlinge) Jahr: 2008 Autoren: Jerzy Mackiewicz (1,2), Bastian Mühling (3), Wilfried Hiebl (3), Hasso Meinert (3), Norbert Kociok (1,4), Antonia M. Joussen (4) Institute: (1) Abteilung für Netzhaut- und Glaskörperchirurgie, Zentrum für Augenheilkunde, Universität Köln, (2) Department of Ophthalmology, Medical University of Lublin, Lublin, Polen, (3) Fluoron GmbH, Neu-Ulm, (4) Augenklinik, Heinrich Heine Universität Düsseldorf, Moorenstraße 5, 40225 Düsseldorf Land: Deutschland Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift Zeitschrift: Graefes Archiv für klinische und experimentelle Ophthalmologie 2008: 246, 69-79

Dokument Nr. 2
Versuchsbeschreibung: Es werden Mäuse einer Zuchtlinie verwendet, bei denen 80% der Weibchen und 20% der Männchen Typ-1-Diabetes bekommen, ohne dabei an Übergewicht zu leiden (NOD-Mäuse). Die Tiere stammen aus dem Deutschen Diabetes-Zentrum, Leibnitz-Institut der Heinrich-Hein-Universität Düsseldorf. Es werden nur weibliche Tiere verwendet. Unter Narkose wird den Mäusen ein Messgerät eingepflanzt, das in den nächsten 19 Wochen kontinuierlich Blutdruck und Puls misst. Dazu wird eine Sonde über die rechte Hinterbeinarterie bis in die Körperschlagader Aorta vorgeschoben. Ein in die rechte Flanke unter die Haut einoperiertes Übertragungsgerät überträgt die gewonnenen Daten drahtlos an ein Empfangsgerät.
Einmal pro Woche wird den Tieren eine Blutprobe aus dem Schwanz entnommen, um den Blutzuckerspiegel zu bestimmen. Zwischen drei und 14 Wochen nach der Operation werden acht der Mäuse diabetisch. Sieben nicht diabetische Mäuse dienen als Kontrolle. Das Gewicht der Tiere und die Trinkmenge werden regelmäßig protokolliert. Das weitere Schicksal der Mäuse wird nicht beschrieben.
Die Arbeit wurde durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft unterstützt.

Titel: Cardiovascular autonomic regulation in Non-Obese Diabetic (NOD) mice (Autonome Herz-Kreislauf-Regulation bei Non-Obese Diabetic (NOD) Mäusen) Bereich: Diabetes-Forschung Hintergrund: Es wird der Frage nachgegangen, ob NOD-Mäuse, die darauf gezüchtet sind, Typ-1-Diabetes zu entwickeln, als “Modell” für Herz-Kreislaufveränderungen bei menschlichen Diabetes-Patienten mit autonomer Neuropathie geeignet sind. Das Ergebnis: NOD-Mäuse sind nicht dafür geeignet. Tiere: 15 Mäuse (Mindestens) Jahr: 2008 Autoren: Volkmar Gross (1), Jens Tank (1), Hans-Joachim Partke (3), Ralph Plehm (1), Andre Diedrich (4), Andrey C. da Costa Goncalves (1), Friedrich C. Luft (1,2), Jens Jordan (2) Institute: (1) Max Delbrück Zentrum für Molekulare Medizin, Robert-Rössle-Straße 10, 13125 Berlin, (2) Medizinische Fakultät der Charite, Franz-Vollhard-Klinik, HELIOS Klinikum, Berlin, (3) Deutsches Diabetes Zentrum, Heinrich-Hein-Universität Düsseldorf, (4) Department of Medicine, Division of Clinical Pharmacology, Autonomic Dysfunction Service, Vanderbilt University School of Medicine, Nashville, TN, USA Land: Deutschland Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift Zeitschrift: Autonomic Neuroscience: Basic and Clinical 2008: 138, 108-113

Dokument Nr. 3
Versuchsbeschreibung: Bei den narkotisierten Hunden wird der Brustkorb geöffnet und das Herz freigelegt. In die linke Herzkammer werden radioaktive Mikrosphären (winzige Kügelchen) injiziert. dann werden die Hunde getötet. Das Herz wird herausgeschnitten. Unter anderem wird die Verteilung der Kügelchen im Herzmuskel untersucht.

Titel: Spatial heterogeneity of myocardial perfusion predicts local potassium channel expression and action potential duration (Räumliche Verschiedenartigkeit der Durchblutung des Herzmuskels gibt Aufschluss über die lokale Kaliumkanal-Exprimierung und die Aktionspotentialdauer) Bereich: Herz-Kreislauf-Physiologie Hintergrund: Physiologische Details im Herzmuskel. Tiere: 17 Hunde (Beagles) Jahr: 2008 Autoren: Marion Stoll, Michael Quentin, Andrej Molojavyi, Volker Thämer, Ulrich K.M. Decking Institute: Abteilung für Herz-Kreislauf-Physiologie, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, Universitätsstraße 1, Gebäude 22.03, 40225 Düsseldorf Land: Deutschland Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift Zeitschrift: Cardiovascular Research 2008: 77, 489-496

Dokument Nr. 4
Versuchsbeschreibung: Bei den zehn Foxhounds werden unter Narkose die zwei vordersten Backzähne aus dem Unterkiefer gezogen. Von jeweils einem Loch wird ein Silikonabdruck gemacht. Daran wird ein Wurzelreplikat gefertigt und in das entsprechende Loch gesetzt. Das zweite Loch bleibt unbehandelt. Nach drei und sechs Monaten werden jeweils fünf Hunde durch Überdosis eines Barbiturates getötet, um die Kiefer zu untersuchen.

Titel: Kieferkammveränderungen nach Versorgung frischer Extraktionsalveolen mit polyactidvernetzten ß-TCP Wurzelreplikaten – eine histomorphometrische Tierstudie Bereich: Kieferchirurgie Hintergrund: Veränderungen des Kieferknochens bei Einsatz von Wurzelreplikaten. Tiere: 10 Hunde (Foxhounds) Jahr: 2007 Autoren: Daniel Rothamel (1), Frank Schwarz (1), Monika Herten (1), Gabriela Chiriac (1), Nima Pakravan (1), Martin Sager (2), Jürgen Becker (1) Institute: (1) Westdeutsche Kieferklinik, Heinrich-Heine-Universität, Poliklinik für Zahnärztliche Chirurgie und Aufnahme, Moorenstr. 5, 40225 Düsseldorf, (2) Heinrich-Heine-Universität, Tierversuchsanlage Düsseldorf, Düsseldorf Land: Deutschland Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift Zeitschrift: Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie 2007: 11, 89-97

Dokument Nr. 5
Versuchsbeschreibung: Den Beagles werden unter Narkose oben und unten und auf jeder Seite jeweils die vier vorderen Backenzähne gezogen, insgesamt also 16 Zähne. Vier Monate später erfolgt die zweite Operation. Es werden sechs Löcher in den Unterkiefer gebohrt. Dabei wird entweder ein Laser oder ein herkömmlicher Bohrer verwendet. Es werden sechs Titanimplantate verschiedener Hersteller eingesetzt. Nach zwei oder 12 Wochen werden jeweils zwei Hunde durch Überdosis eines Barbiturates getötet.

Titel: Influence of implant bed preparation using an ER:YAG laser on the osseointegration of titanium implants: a histomorphometrical study in dogs (Einfluss der Vorbereitung des Implantatbettes mit einem Er:YAG-Laser auf das Einwachsen von Titanimplantaten: Eine histomorphometrische Studie an Hunden) Bereich: Kieferorthopädie Hintergrund: Verwendung eines Lasers beim Einsetzen von Titanzahnimplantaten. Tiere: 4 Hunde (Beagles) Jahr: 2007 Autoren: F. Schwarz (1), W. Oliver (2), M. Herten (1), M. Sager (3), A. Chaker (1), J. Becker (1) Institute: (1) Westdeutsche Kieferklinik, Heinrich Heine Universität Düsseldorf, 40225 Düsseldorf, (2) Zahnklinik DA VINCI, Bottrop, (3) Tierversuchsanlage, Heinrich Heine Universität Düsseldorf Land: Deutschland Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift Zeitschrift: Journal of Oral Rehabilitation 2007: 34, 273-281

Dokument Nr. 6
Versuchsbeschreibung: Die Versuche an Schweinen werden in der Abteilung für experimentelle Chirurgie, Universität Rostock durchgeführt, die Versuche an Ratten in dem Auftragslabor Aurigon Life Science GmbH, Tutzing und die Versuche an Hunden in dem Auftragslabor RCC Ltd., Itingen, Schweiz.
Bei den Schweinen wird unter Narkose der Brustkorb aufgeschnitten. Das Herz wird freigelegt. Um die linke vordere Herzkranzarterie wird eine Gummischlinge gelegt. Durch Zuziehen der Schlinge wird der Blutfluss unterbrochen und so ein Herzinfarkt ausgelöst. Nach einer Stunde wird die Schlinge wieder geöffnet, das Herz wieder durchblutet. Es wird eine Testsubstanz in eine Vene injiziert. Anschließend werden drei Stunden lang verschiedene Messungen durchgeführt. Dann werden die Schweine getötet.
Den Ratten wird die Testsubstanz je nach Gruppe in verschiedenen Dosierungen verabreicht. Jeweils fünf Tiere werden zu bestimmten Zeitpunkten, bis zu einer Stunde nach Verabreichung, getötet. Die Hunde erhalten die Testsubstanz in verschiedenen Dosierungen in eine Vorderbeinvene injiziert. In der folgenden Stunde werden mehrere Blutproben genommen. Das weitere Schicksal der Hunde wird nicht erwähnt.
Außerdem wird das Testmittel in einer klinischen Studie an menschlichen Herzpatienten getestet.

Titel: The fibrin-derived peptide Bß15-42 is cardioprotective in a pig model of myocardial ischemia-reperfusion injury (Das aus Fibrin gewonnene Peptid Bß15-42 schützt das Herz bei einem Schweinemodell für eine Schädigung des Herzmuskels durch Mangeldurchblutung und Wiederdurchblutung) Bereich: Pharmakologie, Herz-Kreislauf-Forschung Hintergrund: Test eines Mittels, das die Schäden am Herzmuskel nach Herzinfarkt vermindern soll. Tiere: 91 Tiere verschiedener Arten (19 Schweine, 60 Ratten, 12 Beagles) Jahr: 2007 Autoren: Jan P. Roesner (1), Peter Petzelbauer (2), Alexander Koch (3), Jan Mersmann (4), Paula A. Zacharowski (3), Olaf Boehm (4), Sonja Reingruber (5), Waltraud Pasteiner (5), Daniel Mascher (6), Michael Wolzt (7), Carmen Barthuber (8), Gabi E.F. Nöldge-Schomburg (1), Thomas W.L. Scheeren (1), Kai Zacharowski (3,4) Institute: (1) Abteilung für Anästhesiologie, Universitätsklinikum Rostock, (2) Abteilung für Allgemeine Dermatologie, Medizinische Universität Wien, Österreich, (3) Department of Anesthesia, University Hospital Bristol, Bristol Royal Infirmary, UK, (4) Moleculare Cardioprotection & Inflammation Group, Abteilung für Anästhesiologie, Universitätsklinikum Düsseldorf, (5) Fibrex Medical Inc. Wien, Österreich, (6) Pharm-analyt Lab GmbH, Baden, Österreich, (7) Abteilung für Klinische Pharmakologie, Medizinische Universität Wien, Österreich, (8) Abteilung für Klinische Chemie, Universitätsklinikum Düsseldorf Land: Deutschland Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift Zeitschrift: Critical Care Medicine 2007: 35(7), 1730-1735

Dokument Nr. 7
Versuchsbeschreibung: Bei den Hunden werden im Ober- und Unterkiefer auf jeder Seite fünf Zähne gezogen: drei vordere Backenzähne (Prämolaren) und zwei Backzähne (Molaren), insgesamt also 20 Zähne. Nach einer dreimonatigen Heilungszeit werden die Hunde erneut narkotisiert. Das über die Löcher gewachsene Zahnfleisch wird aufgeschnitten. Auf jeder Seite des Unterkiefers werden drei Titanimplantaten eingedreht. Es werden verschiedene Sorten von Implantaten verwendet. Nach 7, 14 oder 28 Tagen werden jeweils drei Hunde durch Überdosis eines Barbiturates getötet. Die Kiefer werden in Scheiben geschnitten und untersucht.

Titel: Influence of platform switching on crestal bone changes at non-submerged titanium implants: a histomorphometrical study in dogs (Einfluss eines Plattformwechsels auf Veränderungen am Knochenkamm bei nicht unter das Zahnfleisch gesetzten Titanimplantaten: Eine histomorphometrische Studie an Hunden) Bereich: Kieferorthopädie Hintergrund: Vergleich verschiedener Kiefer-Titanimplantate. Tiere: 9 Hunde (Beagles) Jahr: 2007 Autoren: Jürgen Becker (1), Daniel Ferrari (1), Monika Herten (1), Axel Kirsch (2), Alex Schaer (3), Frank Schwarz (1) Institute: (1) Klinik für Kieferchirurgie, Westdeutsche Kieferklinik, Heinrich Heine Universität Düsseldorf, 40225 Düsseldorf, (2) Private Praxis, Filderstadt, (3) Camlog Biotechnologies AG, Basel, Schweiz Land: Deutschland Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift Zeitschrift: Journal of Clinical Periodontology 2007: 34, 1089-1096

Dokument Nr. 8
Versuchsbeschreibung: Bei den Kaninchen werden unter Narkose zwei Schnitte in die Augenlederhaut des linken Auges gemacht. Der Glaskörper wird entfernt. An die Stelle des Glaskörpers werden bei jeweils fünf Kaninchen verschiedene Testflüssigkeiten injiziert. Bei fünf Kaninchen wird als Kontrolle eine Salzlösung injiziert. Die Lederhaut wird wieder zugenäht. Vor und nach der Operation wird ein Elektroretinogramm durchgeführt. Dazu wird eine Kontaktlinsen-Elektrode auf die Hornhaut gelegt. Drei Monate später werden die Kaninchen auf nicht beschriebene Weise getötet. Beide Augen werden entfernt, in Scheiben geschnitten und untersucht.
Die Arbeit wurde durch die RetinoVit-Stiftung, Köln unterstützt. Eine Autorin erhielt ein Stipendium des Katholischen Akademischen Austauschdienstes.

Titel: Effect of gravity in long-term vitreous tamponade: in vivo investigation using perfluorocarbon liquids and semi-fluorinated alkanes (Wirkung des spezifischen Gewichts auf eine Langzeittamponade des Glaskörpers: In-vivo-Untersuchungen unter Verwendung von Perfluorocarbon-Flüssigkeiten und semifluorierten Alkanen) Bereich: Augenheilkunde Hintergrund: Ersatz des Glaskörpers im Auge durch bestimmte Flüssigkeiten. Tiere: 20 Kaninchen (Chinchilla-Mischlingskaninchen) Jahr: 2007 Autoren: Jerzy Mackiewicz (1,3), Kristel Maaijwee (1), Christoph Lüke (1), Norbert Kociok (1), Wilfried Hiebl (4), Hasso Meinert (4), Antonia M. Joussen (1,2) Institute: (1) Abteilung für Netzhaut- und Glaskörperchirurgie, Zentrum für Augenheilkunde, Universität Köln, (2) Augenklinik, Heinrich Heine Universität Düsseldorf, Moorenstraße 5, 40225 Düsseldorf, (3) Department of Ophthalmology, Medical University of Lublin, Lublin, Polen, (4) Fluoron GmbH, Neu-Ulm Land: Deutschland Art der Veröffentlichung: Fachzeitschrift Zeitschrift: Graefe’s Archive of Clinical and Experimental Ophthalmology 2007: 245, 665-675