Jeden Tag laufen hunderte Studierende auf dem Weg zur Mensa und zurück an der zur Uni gehörenden Tierversuchsanlage vorbei – die meisten unwissend. Kein Wunder, denn es gibt kein Schild, welches auf den Zweck von Gebäude 22.22 hinweist. Lediglich an Zugängen im zweiten Untergeschoss, die mit Kameras und Stahltüren gesichert sind, findet sich ein Schild: .Eingang TVA’. Deshalb unser Motto: Tierversuchsanlage sichtbar machen!
Im Anschluss an unseren Protestmarsch wird es einen Infostand mit Kakao und Kuchen geben.
Treffpunkt: Donnerstag 9.12. um 13:00 vor der Uni-Bib
Wir bitten davon abzusehen eigene Transparente mitzubringen und Parolen zu rufen.
Die Aktion startete gegen 13 Uhr. Zwei Aktivist_innen haben mit Straßenkreide eine große Freifläche auf dem Campus mit Fragen und Fakten zur Tierversuchsanlage der Heine-Uni beschriftet. Währenddessen verteilte ein weiterer Aktivist Infomaterial an die interessierten Studierenden, auf dem Weg von der Unibibliothek zur Mensa.
Bereits nach zehn Minuten wurden wir von Universitätspersonal unter Androhung einer Strafanzeige dazu aufgefordert unsere Solidaritätsbekundung mit den Opfern der Tierversuche einzustellen. Da wir der Aufforderung nicht nachkamen, wurde weiteres Personal hinzugezogen, welches durch Wegnahme unseres Arbeitsmaterials, aber auch weiterhin verbal versuchte uns einzuschüchtern. Nach einem Telefonat mit ihren Vorgesetzten verließen die fünf Personen den Ort des Geschehens.
Am Mittwoch den 3.11.2010 haben wir Rektorat und Campus mit jeweils 1000 Unterschriften gegen die Tierversuche an der Heinrich Heine Universität Düsseldorf plakatiert. Um 12 Uhr begannen wir damit den Glaspavillion des Rektorats mit den gesammelten Unterschriftenlisten zu bekleben. Der Rektor hatte zuvor eine persönliche Stellungnahme zur Tierversuchsanlage auf dem Campus abgelehnt. Die Aktion unter dem Motto “Rektor ignoriert 1.000 Studierende” sorgte für viel Aufmerksamkeit und Diskussionsstoff bei den
Studierenden. Mehrfach wurde nach Unterstützungsmöglichkeiten für den
Protest gefragt. Neben dem Rektoratsgebäude wurde auch eine Wand auf dem Campus beklebt, viele Studierende blieben stehen und sprachen uns auf die Tierversuche an. Bei den Aktionen verteilten wir auch unseren neuen Flyer “aus Solidarität mit den Opfern”. Die Aktion bildet erst den Auftakt weiterer kreativer
Protestmaßnahmen, welche in den kommen Wochen auf dem Campus und in der Innenstadt stattfinden werden.
Blutige Pfotenspuren führen seit Anfang der Woche von der Tierversuchsanlage bis vor die Philosophische Fakultät der Heine-Uni. Die letzten 20 Meter sind scheinbar bereits von einem Reinigungskommando bearbeitet worden, ebenso sind noch rote Farbflecken an der dahinter liegenden Wand auszumachen (siehe Foto).
Grausame Versuche an Hunden, Mäusen, Affen …, gehören leider immer noch zum Alltag des Campuslebens, während keine 150 Meter weiter, Studierende – meist ahnungslos – zwischen Hörsaal und Mensa hin- und herpendeln.
Von Seiten des Rektorats gibt es dazu auch weiterhin keinerlei Stellungsnahme. Auch gegenüber der Presse wird weiterhin versucht, die nicht imageförderlichen Tatsachen totzuschweigen.