Archive for STOPP – Tierversuche an der HHUD
Juli 1, 2011 um 15:35 · Gespeichert unter STOPP - Tierversuche an der HHUD
Seit Jahrzehnten werden jedes Jahr aufs Neue tausende Tiere für das Zoologiepraktikum im Fachbereich Biologie gezüchtet, gequält und getötet. Heute wurde ihnen ein Mahnmal errichtet.
Düsseldorf, den 27. Juni 2011: Seit heute früh 8 Uhr stehen fast 50 Holzkreuze mitten auf dem Campus der Heine-Uni. Sie sollen die Vorübergehenden daran erinnern, dass seit Jahren tausende Tiere für das Zoologiepraktikum im Fachbereich Biologie gezüchtet, gequält und getötet werden.
Hinter den so genannten tierverbrauchenden Versuchen in der biologischen Fakultät der Heinrich-Heine-Universität verbirgt sich eine längst überholte Wissenschaftsauffassung, deren Grundlage das Züchten, Quälen und Töten von Lebewesen – wie Hühnern, Mäusen oder Fischen – ist.

Rheinische Post 29.06.2011
Viele Studierende werden entgegen ihres Gewissens dazu gezwungen, an Tierversuchen und/ oder tierverbrauchenden Übungen teilzunehmen. Ohne die Teilnahme an diesen Übungen erhalten sie nämlich keinen Leistungsnachweis für das ‚Praktikum: Einführung in die Zoologie’ und können somit ihr Studium nicht erfolgreich absolvieren.
Während in Deutschland das Recht auf Lehrfreiheit (Art. 5 Abs. 3 GG) immer noch höher bewertet wird als die Gewissensfreiheit sowie die Freiheit der Berufswahl (Art. 4 Abs. 1 & Art. 12 Abs. 1 GG), ist es in Italien, den Niederlanden, Österreich, Schweden und der Ukraine längst möglich, die Teilnahme an Tierversuchen und tierverbrauchenden Übungen abzulehnen, ohne dass den Studierenden daraus Nachteile entstehen dürfen.
Update vom 11. Juli 2011: Artikel aus der Campus-Deliciti als PDF-Datei zum Download.
März 18, 2011 um 18:26 · Gespeichert unter STOPP - Tierversuche an der HHUD
Auch im vergangenen Semester haben sich Studierende und Aktivist_innen gegen den Tierverbrauch an der Heinrich-Heine-Universität ausgesprochen. Besonders viel Aufmerksamkeit erregte dabei ein Interview mit einer Biologiestudentin in der Hochschulzeitung Campus Delicti, die von Druck auf Studierende im Rahmen des Zoologiepraktikums berichtete. Studierende, die sich weigerten die Leichen der toten Tiere zu sezieren, wurde damit gedroht, keinen Schein für das Praktikum zu erhalten. Was einem Studienabbruch gleich käme, da es sich um ein Pflichtpraktikum handelt.


Prof. Dr. D'Haese - hält an antiquierten Methoden fest
Nachdem die Westdeutsche Zeitung und Der Westen ebenfalls über die skandalösen Zustände in der biologischen Fakultät berichteten, erhielt die interviewte Studentin eine E-Mail von Prof. Dr. D’Haese. Dieser ist verantwortlich für die Durchführung des Zoologiepraktikums und bat um ein “klärendes Gespräch” bzgl. der Berichterstattung.
Am Gespräch Mitte Februar, nahm auch ein Vertreter unserer Initiative teil. Inhaltlich ging es D’Haese in erster Linie darum, dass Universität und Fakultät in der Öffentlichkeit, durch die stattgefundene Berichterstattung, schlecht dastehen würden. Studierende, welche die Sezierungen nicht vornehmen wollten, hätten bereits im Vorfeld ein Gespräch mit ihm führen können. Dabei hatte D’Haese bereits in der Einführungsveranstaltung klar gemacht, dass alle Studierenden das Praktikum wie vorgesehen zu absolvieren hätten. Den hierdurch entstandenen Zwang spielte D’Haese als subjektive Empfindung herunter.
Auch die Nachfrage nach Ausnahmen wurde von ihm verneint. Mensch könne zwar ein oder auch zweimal nur zuschauen, wenn seziert wird, jedoch werden (auch in Zukunft) keine alternativen Prüfungsleistungen angeboten. Nach D’Haese Auffassung ist es nicht möglich die Lerninhalte mit alternativen Methoden (z.B. Computersimulationen, Modelle etc.) zu vermitteln, obwohl er sich, nach eigener Aussage, mit diesen garnicht beschäftigt hat.
Das Gespräch zeigte die antiquierten Vorstellungen der Verantwortlichen für das Praktikum auf. Es liegt an uns (insbesondere den Biologiestudent_innen) sich gegen diese, auf Ausbeutung nichtmenschlicher Tiere basierenden Zustände, zur Wehr zu setzen.
Auch im kommenden Semester werden wir weiter dafür kämpfen, diese Missstände innerhalb der biologischen Fakultät – und auch sonst wo! – abzuschaffen.
Januar 12, 2011 um 19:15 · Gespeichert unter STOPP - Tierversuche an der HHUD

Hier ist ein weiteres Interview mit Aktivistin Frauke über das Zoologie-Praktikum im Studienfach Biologie an der HHU mit der Westdeutschen Zeitung: 12.01.2011. – Westdeutsche Zeitung – Zum Sezieren gezwungen
Dezember 15, 2010 um 16:29 · Gespeichert unter STOPP - Tierversuche an der HHUD
Die Uni-Zeitung Campus Delicti hat in der neusten Ausgabe zwei Artikel zum Thema Tierversuche an der Uni Düsseldorf veröffentlicht. Ein Artikel bezieht sich auf den Protestmarsch zur Tierversuchsanlage vom 9.12.
Der andere Artikel ist ein Interview mit Aktivistin und Biologie-Studentin Frauke, welche über ihre Erfahrungen im Zoologie Praktikum berichtet.
Leider gab es bei beiden Artikeln (vor allem bei letzterem) einige Mißverständnisse:
In beiden Artikeln ist von “Tierschützern” die Rede und obwohl wir nicht für jeden auf der Demo sprechen können, distanziert sich Veganer Fortschritt als Gruppe deutlich von diesem Begriff! Wir verstehen uns als Tierrechtler_innen, die sich nicht für eine bloße Verbesserung der Situation unterjochter Tiere, sondern für die Abschaffung jeglicher Unterdrückungsmechanismen bei menschlichen und nichtmenschlichen Tieren einsetzen.
Im Interview wird es fälschlicherweise so dargestellt, als ginge es Frauke nur um die übermäßige Menge der Lebewesen die für das Praktikum sterben müssten. Sie lehnt aber die sinnlose Tötung von Tieren im allgemeinen ab, unabhängig davon ob es nun 10 oder 100 Hühner sind. Frauke lebt auch nicht (oder nicht nur) vegetarisch, sondern vegan.
Hier ein Link zu den Artikeln:
2010-12-16 – Campus Delicti – Protest gegen Tierversuchsanlage
Dezember 11, 2010 um 17:35 · Gespeichert unter STOPP - Tierversuche an der HHUD
Unter dem Motto “Tierversuchsanlage sichtbar machen” haben wir am Donnerstag den 9.12., mit rund 40 Student_innen und Aktivist_innen gegen die Tierversuchsanlage an der Heine Uni demonstriert. Die Statue von Heinrich Heine wurde mit einem überdimensionalen Soli-Button bestückt und der gute Herr gab seine Meinung zur Tierversuchsanlage bekannt.

Bei unserem Protestmarsch zogen wir an der Tierversuchsanlage im Gebäude 22.22. vorbei und hielten eine Rede, welche die Zustände in der Anlage schilderte. Im Anschluss gab es Kakao, Kuchen und Infomaterialien an einem Stand, an welchem auch während der Demo die Studierenden über die Geschehnisse an ihrem Campus informiert wurden.

Auch die Presse berichtete über die Demonstration:
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