März 18, 2011 um 18:31 · Gespeichert unter Veganer Infotreff
Im Rahmen des Veganen Infotreffs im Linken Zentrum.
Ein Vortrag von Sven Wirth
Am 25.März, ab 18 Uhr VoKü, ab 19 Uhr Vortrag & Diskussion
Im Zentrum poststrukturalistischer Ansätze stehen Fragen nach Macht-Verhältnissen und nach der Konstruktion gesellschaftlicher Realitäten. Grundlegende Begriffe wie Macht, Diskurs, Herrschaft und Dualismus werden allgemeinverständlich besprochen und die Konstruktion gesellschaftlicher Realitäten im Tierbefreiungszusammenhang hinterfragt. | weiterlesen |
März 18, 2011 um 18:26 · Gespeichert unter STOPP - Tierversuche an der HHUD
Auch im vergangenen Semester haben sich Studierende und Aktivist_innen gegen den Tierverbrauch an der Heinrich-Heine-Universität ausgesprochen. Besonders viel Aufmerksamkeit erregte dabei ein Interview mit einer Biologiestudentin in der Hochschulzeitung Campus Delicti, die von Druck auf Studierende im Rahmen des Zoologiepraktikums berichtete. Studierende, die sich weigerten die Leichen der toten Tiere zu sezieren, wurde damit gedroht, keinen Schein für das Praktikum zu erhalten. Was einem Studienabbruch gleich käme, da es sich um ein Pflichtpraktikum handelt.


Prof. Dr. D'Haese - hält an antiquierten Methoden fest
Nachdem die Westdeutsche Zeitung und Der Westen ebenfalls über die skandalösen Zustände in der biologischen Fakultät berichteten, erhielt die interviewte Studentin eine E-Mail von Prof. Dr. D’Haese. Dieser ist verantwortlich für die Durchführung des Zoologiepraktikums und bat um ein “klärendes Gespräch” bzgl. der Berichterstattung.
Am Gespräch Mitte Februar, nahm auch ein Vertreter unserer Initiative teil. Inhaltlich ging es D’Haese in erster Linie darum, dass Universität und Fakultät in der Öffentlichkeit, durch die stattgefundene Berichterstattung, schlecht dastehen würden. Studierende, welche die Sezierungen nicht vornehmen wollten, hätten bereits im Vorfeld ein Gespräch mit ihm führen können. Dabei hatte D’Haese bereits in der Einführungsveranstaltung klar gemacht, dass alle Studierenden das Praktikum wie vorgesehen zu absolvieren hätten. Den hierdurch entstandenen Zwang spielte D’Haese als subjektive Empfindung herunter.
Auch die Nachfrage nach Ausnahmen wurde von ihm verneint. Mensch könne zwar ein oder auch zweimal nur zuschauen, wenn seziert wird, jedoch werden (auch in Zukunft) keine alternativen Prüfungsleistungen angeboten. Nach D’Haese Auffassung ist es nicht möglich die Lerninhalte mit alternativen Methoden (z.B. Computersimulationen, Modelle etc.) zu vermitteln, obwohl er sich, nach eigener Aussage, mit diesen garnicht beschäftigt hat.
Das Gespräch zeigte die antiquierten Vorstellungen der Verantwortlichen für das Praktikum auf. Es liegt an uns (insbesondere den Biologiestudent_innen) sich gegen diese, auf Ausbeutung nichtmenschlicher Tiere basierenden Zustände, zur Wehr zu setzen.
Auch im kommenden Semester werden wir weiter dafür kämpfen, diese Missstände innerhalb der biologischen Fakultät – und auch sonst wo! – abzuschaffen.